10.09.2026

Grußwort Rosch ha-Schana

Liebe jüdischen Mitarbeitende, Freundinnen und Freunde der Diakonie Ruhr, der Inneren Mission, der Stiftung Overdyck und des Evangelischen Betreuungsvereines,

geht jetzt ein Schläfchen am Nachmittag oder nicht? Wir wissen nicht, wie Sie für sich diese Frage an Rosch ha-Schana beantworten, aber sie eröffnet auf jeden Fall einen Horizont neben der Frage religiöser Praxis: Wollen wir die Augen vor den Dingen verschließen oder wach und aktiv die Herausforderungen angehen?

Gerade auch als Frage an Ihre nichtjüdische Umwelt: Sind die Menschen um uns herum bereit zu sehen, was es heißt, als deutsche Jüdin, als deutscher Jude zu leben, oder verschließen sie die Augen vor dieser Realität? Sind die Menschen um uns herum bereit, die Herausforderungen wachen Auges zu sehen und sie mit uns aktiv anzugehen? Wir können Ihnen versichern, dass wir uns in der Diakonie-Ruhr-Familie immer für das Wachsein entschieden haben, für den aktiven Umgang mit den Herausforderungen und Missständen, gerade auch im Hinblick auf Ihre Situation.

Wir danken Ihnen, dass Sie sich auch an all den Orten in der Diakonie-Ruhr-Familie, an denen Sie tätig sind, genau dafür entschieden haben und dies täglich umsetzen: Wach auf die Nöte und Bedarfe der Menschen zu schauen und sie dabei aktiv zu begleiten, zu pflegen, zu beraten und zu unterstützen.

In diesem Sinne sagen wir Danke für Ihre Arbeit, ihr Engagement und wünschen Ihnen und den Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, schana Towa, ein gutes Jahr, und gesegnete Hohe Feiertage.

Vorstand und Geschäftsführung der Diakonie Ruhr, der Inneren Mission, der Stiftung Overdyck und des Evangelischen Betreuungsvereines