(v.l.): Marita John, Geschäftsführerin für den Bereich Behindertenhilfe der Diakonie Ruhr, Marion Meichsner, Vorsitzende des Vereins „Die Brücke“, und Mitarbeiterin Claudia Nobbe-Bulkins tauschen sich beim Willkommensfest im Garten der Brücke aus.
Die Brücke gehört jetzt zur Diakonie-Ruhr-Familie
Verein der Freunde und Förderer psychisch Behinderter in Bochum-Wattenscheid und Umgebung übergibt Trägerschaft. Angebote werden nahtlos fortgeführt
Mit einem Willkommensfest hat die Diakonie-Ruhr-Familie Klientinnen und Klienten sowie Mitarbeitende der Brücke in ihrem Kreis begrüßt. Bei bestem Sommerwetter tauschten sich Menschen aus der Einrichtung sowie Gäste aus der Diakonie-Ruhr-Familie im Garten der Villa an der Westenfelder Straße rege miteinander aus. Ein Foodtruck servierte Pommes Spezial, Currywurst und leckere Eiskreationen.
Wie geplant hat die Diakonie Ruhr am 1. Juli 2026 vom Verein „Die Brücke“ den Betrieb und die Trägerschaft seiner Einrichtungen und Dienste übernommen. Dies betrifft die Kontakt- und Beratungsstelle sowie die Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung an der Westenfelder Straße sowie das Arbeitserprobungsprojekt „Cafeteria am Klaus-Steilmann-Berufskolleg“. Alle drei Angebote werden nahtlos fortgesetzt. Für die Klientinnen und Klienten hat sich durch den Betriebsübergang nichts geändert. Alle Mitarbeitenden des Vereins wurden von der Diakonie Ruhr übernommen.
„Wir freuen uns, dass wir den langjährigen Einsatz der Brücke für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Bochum-West und Wattenscheid nun unter dem Dach der Diakonie Ruhr fortsetzen dürfen“, erklärt Marita John, Geschäftsführerin für den Bereich Behindertenhilfe der Diakonie Ruhr. „Die Brücke hat sehr viel erreicht und beim Aufbau sozialpsychiatrischer Unterstützungsstrukturen große Verdienste erworben.“ Bereits in der Vergangenheit habe man erfolgreich zusammengearbeitet und beispielsweise das Ambulant betreute Wohnen in Bochum gemeinsam aufgebaut.
„Die Brücke“ wurde 1982 von Dr. Peter Auerbach, dem damaligen Leiter der neu eröffneten Abteilung für klinische Psychiatrie am Martin-Luther-Krankenhaus in Wattenscheid, ehemaligen Patienten sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern gegründet. Seitdem hat sich der Verein erfolgreich dafür eingesetzt, über die Lage von Menschen mit psychischer Behinderung zu informieren, Vorurteile abzubauen und auf die örtliche und überörtliche psychosoziale Planung zugunsten der Betroffenen einzuwirken. Seit 1986 betrieb er eine Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, die seit 2004 im eigenen Gebäude an der Westenfelder Straße 52 ihren Sitz hat.
Den bisherigen Klientinnen und Klienten des Vereins steht durch den Trägerwechsel nun auch das breite Spektrum des Fachbereichs Behindertenhilfe und der gesamten Diakonie-Ruhr-Familie offen. Für Menschen mit psychischen Erkrankungen bietet die Diakonie Ruhr unter anderem Unterstützung im Alltag durch das Ambulant betreute Wohnen, den Wohnverbund Psychiatrie mit zwei stationären Einrichtungen und mehreren Außenwohngruppen, eine Tagesstätte, Arbeitsplätze in der Werkstatt Constantin-Bewatt und Beratung bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive durch den Integrationsfachdienst an.