
Die Geschäftsführer (v.l.) Thomas Drathen (Augusta) und Jens Fritsch (Diakonie Ruhr Pflege) unterschreiben den Vertrag zur Übergabe des Augusta-Seniorenheims an die Diakonie Ruhr.
Augusta-Seniorenheim wird zum Haus am Kesterkamp
Diakonie Ruhr übernimmt innerhalb des EVA Ruhr den Betrieb der Pflegeeinrichtung von der Ev. Stiftung Augusta. Bündelung von Kompetenzen
Die Diakonie Ruhr hat zum 1. April 2025 den Betrieb des bisherigen Augusta-Seniorenheims in Bochum-Linden übernommen. Es wird unter dem Namen „Haus am Kesterkamp“ weitergeführt und in die Diakonie Ruhr Pflege gGmbH eingegliedert, die unter anderem bereits acht weitere stationäre Pflegeeinrichtungen in Bochum betreibt. Mit den Standorten in Witten, Dortmund, Lünen und Kamen sind es nun insgesamt 14 stationäre Pflegeeinrichtungen.
Der Betreiberwechsel von der Ev. Stiftung Augusta zur Diakonie Ruhr erfolgt im Rahmen der Spartenbildung im Evangelischen Verbund Augusta Ruhr (EVA Ruhr), in dem beide Träger sowie die Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel und das Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid seit 2024 zusammengeschlossen sind. Der EVA Ruhr ist einer der größten evangelischen Kompetenzverbünde in Deutschland und einer der größten Arbeitgeber in der Region mit knapp 10.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 700 Millionen Euro. Er verbindet die Bereiche Gesundheits- und Sozialwirtschaft, die in abgestimmter Weise zusammenarbeiten. Der Zusammenschluss bietet die Gelegenheit, Leistungsangebote sinnvoll miteinander zu verzahnen und für die Menschen in der Region auszubauen.
„Wir geben unsere Einrichtung gerne in die Hände der Diakonie Ruhr, denn diese verfügt über jahrzehntelange Expertise im Bereich der stationären Altenhilfe“, betont Thomas Drathen, Augusta-Geschäftsführer und einer der drei Konzerngeschäftsführer im EVA Ruhr. „Das ist ein großer Gewinn für das Haus.“ Durch die Bündelung der Kräfte in der Sozialwirtschaft und die Einbindung in das Altenhilfe-Netzwerk der Diakonie Ruhr ergeben sich zahlreiche Vorteile. „Wir können zum Beispiel Personaleinsätze besser koordinieren und den fachlichen Austausch von Leitungskräften und Pflegepersonal fördern“, erklärt Jens Fritsch, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr Pflege. Auch bei den unterstützenden Dienstleistungen wird das Haus am Kesterkamp von der Einbindung in die Diakonie Ruhr profitieren.
Auf die Mitarbeitenden hat der Betreiberwechsel innerhalb des EVA Ruhr keine Auswirkungen. Beide Träger wenden den gleichen Tarifvertrag an, alle Mitarbeitenden werden übernommen. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden weiterhin von den vertrauten Ansprechpersonen versorgt und begleitet. Versorgungsqualität und Heimverträge bleiben bestehen. Im Haus am Kesterkamp leben 108 Menschen mit Pflegebedarf nahe des Lindener Stadtteilzentrums.